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Ziele des SGBCISL für 2010
Einheitliche Einkommens- und Vermögensbemessung, ergänzender Gesundheitsfonds, Abschaffung des regionalen Einkommenssteuerzuschlags

 

Das Landessekretariat hat am heutigen 18. Jänner im Rahmen einer Pressekonferenz die Ziele für 2010 vorgestellt. Zu den wichtigsten Vorhaben zählt die einheitliche Einkommens- und Vermögensbemessung, die Einrichtung eines ergänzenden Gesundheitsfonds sowie die Abschaffung des regionalen Einkommenssteuerzuschlags.
Zudem wurde bei der Pressekonferenz auch Bilanz gezogen über das vergangene Arbeitsjahr, das von der Wirtschaftskrise geprägt war.
Eingegangen wurde auch auf den Mitgliederstand. So haben sich im Jahr 2009 genau 40.103 Personen in den SGBCISL eingeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von fast 4%. Deutliche Mitgliederzuwächse gab es in den Bereichen Dienstleistungen sowie Landwirtschaft/Lebensmittelindustrie. Immerhin zwei Drittel der Mitglieder stehen noch „aktiv“ im Berufsleben, ein Drittel der SGBCISL-Mitglieder sind Rentner.

Nachfolgend die drei Hauptziele im Detail, wie sie bei der Pressekonferenz vorgestellt wurden:


Einheitliche Einkommens- und Vermögensbemessung

In Südtirol werden eine Reihe von lokalen Sozialmaßnahmen gewährt. Wir beanstanden schon seit langem, dass die Erhebung der Bedürftigkeit und somit des Anrechts auf die Leistungen zu kompliziert, bürokratisch und ungerecht ist.
Es braucht eine Vereinfachung des Systems und mehr soziale Gerechtigkeit. Sei es die Gewerkschaften als auch das Land haben Entwürfe eines erneuerten Systems vorgelegt.
Die Verhandlungen werden voraussichtlich einige Zeit dauern. Es herrscht zwar Konsens darüber, dass überflüssige Bürokratie abgebaut werden muss, die Gewerkschaften sind aber der Ansicht, dass bestimmte Vermögenswerte, allen voran Immobilien/Anlagegüter, für die Bemessung der wirtschaftlichen Lage stärker berücksichtigt werden müssen. Vermögen muss bei Leistungen im Falle von Pflegebedürftigkeit gesondert bewertet werden.


Ein ergänzender Gesundheitsfonds

Am 13. November haben wir hierzu eine Tagung veranstaltet. Dabei ist hervorgehoben worden, welche Herausforderungen der demografische Wandel auf das Gesundheitswesen hat. Im Jahr 2045 wird ein Drittel der Bevölkerung älter als 65 sein, immerhin 12% älter als 80 Jahre. Schon heute besteht angesichts dieser Prognosen Handlungsbedarf: das öffentliche Gesundheitswesen muss gestützt werden. Es soll vermieden werden, dass in Zukunft private und gewinnorientierte Gesundheitssysteme entstehen.
Derzeit sind in Südtirol rund 40.000 Arbeitnehmer in Gesundheitsfonds eingeschrieben. Unser Zie list es, so vielen Beschäftigten wie möglich Zugang zu bieten, und zwar über einen sozialpartnerschaftlichen Fonds.


Abschaffung des regionalen Einkommenssteuerzuschlags

Die Steuerpolitik obliegt fast ausschließlich dem Staat. Das kürzlich abgeschlossene Abkommen mit Rom zur neuen Finanzregelung bietet nun einigen Spielraum und gibt Südtirol die Möglichkeit, den regionalen Einkommenssteuerzuschlag abzuschaffen. Dieser beläuft sich auf 0,9% des erklärten Einkommens.
Wir haben beanstandet, dass das Land allen Betrieben, ohne jegliche Unterscheidung, die Irap senkt. Wir hatten vorgeschlagen, diese Steuererleichterung nur jenen Betrieben zu gewähren, die sich für sichere und gute Arbeitsplätze einsetzen. Da die Irap-Senkung für Betriebe umgesetzt worden ist, fordern wir nun dasselbe für Arbeitnehmer und Rentner: eine auf lokaler Ebene durchgeführte Steuersenkung.
Der regionale Einkommenssteuerzuschlag macht 2010 laut Schätzungen der Landesregierung ca. 65 Mio. Euro aus. Die Ersparnis würde für die Mehrheit der Bevölkerung um die 200 Euro pro Jahr ausmachen.

 

 

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