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Sorge um
Arbeitsplätze im Bausektor
Es braucht einen Krisentisch, mehr
öffentliche Aufträge und eine wirksame Bekämpfung der
Schwarzarbeit
Nachdem
bereits 2009 viele Arbeitsplätze im Bausektor verloren
gegangen sind, spitzt sich die Lage jetzt weiter zu.
Viele Betriebe sind für das Jahr 2010 kaum ausgelastet.
Ein Großteil der Betriebe hat nur für die ersten Monate
Aufträge und sie treffen bereits Vorbereitungen um
Personal-reduzierungen vorzunehmen. Die schlechte
Auftragslage betrifft den Hoch- und Tiefbau
gleichermaßen.
Im vergangenen Jahr haben viele Betriebe die ungenügende
Auslastung mit Stundenbanken und Lohnausgleichskasse
überbrückt. Auf diese Weise konnten die
Personalreduzierungen in Grenzen gehalten werden. Seit
November 2009 wurden kaum öffentliche Arbeiten
ausgeschrieben und auch die Aufträge von Seiten der
Privatwirtschaft stocken. Die Vorzeichen weisen darauf
hin, dass das Jahr 2010 für die Bauwirtschaft weit
schlimmere Auswirkungen haben wird als bisher
angenommen. Jeder Arbeitsplatzverlust ist dramatisch,
nachdem es für die Betroffenen kaum Aussichten auf eine
neue Beschäftigung gibt. Besonders in den Tälern ist der
Anteil der Bauarbeiter hoch.
Wir haben den Eindruck, dass die Lage den
verantwortlichen Politikern nicht bewusst ist.
Wir rufen die Landesverwaltung auf, einen ständigen
Krisentisch mit den Sozialpartnern einzurichten.
Ohne eine verstärkte Ausschreibung von öffentlichen
Aufträgen werden die Arbeitslosenzahlen im Bausektor
heuer massiv zunehmen.
Gleichzeitig muss aber auch die Schwarzarbeit im
Bausektor bekämpft werden.
Wir können uns nicht erklären, wie es möglich ist, dass
einzelne auswärtige Firmen, welche zusätzlich zur
Übernachtung noch die Kosten für Frühstück und
Abendessen tragen müssen, dermaßen viele Aufträge in
Südtirol ergattern können.
In der Schweiz z.B. werden Betriebe von außerhalb massiv
von Inspektoren überprüft. Nur so kann eine unlautere
Konkurrenz vermieden werden.
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