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Renten verlieren ständig an Kaufkraft.
Es braucht die einheitliche Einkommens- und Vermögensbemessung

Die ersten Anzeichen lassen darauf schließen, dass 2010 kein gutes Jahr für die Rentner und Rentnerinnen werden wird. Im vergangenen Jahr hat die Wirtschaftskrise die Inflation stark gebremst. In Südtirol lag die Teuerung im Jahr 2009 wieder über dem gesamtstaatlichen Niveau. Deshalb sind die Rentner und Rentnerinnen in Südtirol beim Inflationsausgleich gegenüber den Pensionisten anderer Regionen benachteiligt.
Seit 1992 ist die Aufwertung der Renten nicht mehr an die Lohnentwicklung gekoppelt. Die Renten haben seither konstant an Kaufkraft verloren. Für das Jahr 2010 wird die Rentenaufwertung 0,7% betragen. Dies bedeutet eine Aufwertung von 3 Euro für das Sozialgeld bzw. von monatlich 14 Euro für Bezieher von Renten in der Höhe von 2.000 Euro. Damit nicht genug. Zusätzlich zu dieser sehr dürftigen Anhebung der Renten kommt noch, dass Rentner 0,1% der Aufwertung von 2009 rückerstatten müssen, die aufgrund der Berechnung von 2008 gewährt worden war. Im vergangenen Jahr war ein Inflationsausgleich von 3,3% festgesetzt worden, dann aber aufgrund einer Neuberechnung des ISTAT eben um 0,1% auf 3,2% korrigiert worden.
Diese Daten belegen, dass die Verteilung der öffentlichen Mittel neu gewichtet werden muss, und zwar zugunsten jener sozialen Gruppen, die stärker vom Armutsrisiko bedroht sind. Aus diesem Grund muss auch in Südtirol für das Anrecht auf Sozialleistungen ein gerechtes einheitliches Bemessungssystem von Einkommen und Vermögen eingeführt werden. Nur über die gerechte Erhebung der Bedürftigkeit kann ein gerechter Zugang zu sozialstaatlichen Leistungen und zu gleich guten Standards bei öffentlichen Diensten gewährleistet werden.
Der SGBCISL hat bereits vor einiger Zeit einen Vorschlag vorgelegt. Obwohl die Landesregierung bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, scheint sie keine Eile zu haben, ein solches Bemessungssystem einzuführen. Die schwierige Lage vieler Rentner würde aber dessen rasche Einführung ab 2011 erfordern.
 

 

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