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Zusatzverträge
Arbeitgeber
gefordert
Umverteilung ist möglich:
SGBCISL nimmt Unternehmer in die
Pflicht und fordert Zusatzverträge
Laut heutiger SWZ-Ausgabe hat die Mehrzahl von Südtirols 50
Top-Unternehmen im Jahr 2010 ein deutliches Umsatzplus erzielt.
Immer wieder berichtet die Presse von Unternehmen, die der
Öffentlichkeit positive Ergebnisse vorstellen, oder von
Untersuchungen, die die Stabilität und den Wachstum der
Südtiroler Wirtschaft belegen.
Wenn dem so ist, stellt sich der Gewerkschaft die Frage, warum
sich dann der Abschluss von Betriebsabkommen und
Landeszusatzverträgen in Südtirol allgemein so schwierig
gestaltet?
Die zweite Verhandlungsebene stellt eine Chance dar, sowohl für
die Betriebe als auch für die Arbeitnehmer. So können
Produktivitätszuwächse erzielt werden, die dann über
Zusatzverträge auch in Form von Zusatzentlohnungen auf die
Beschäftigten umverteilt werden.
Der Staat fördert die zweite Verhandlungsebene, in dem er
Beitrags- und Steuererleichterungen gewährt.
Der SGBCISL erinnert daran, dass die zweite
Verhandlungsebene kein Entgegenkommen der Arbeitgeberverbände
darstellt, sondern über sozialpartnerschaftliche Abkommen
vereinbart worden ist: Sicherung der Kaufkraft über die
gesamtsstaatlichen Kollektivverträge, Umverteilung von erzielten
Produktivitätszuwächsen auf der zweiten Verhandlungsebene.
Südtirol rühmt sich gern seiner positiven Wirtschaftsdaten,
gibt in punkto zweiter Verhandlungsebene aber kein so gutes Bild
ab. In vergleichbaren Regionen kommen deutlich mehr Arbeitnehmer
in den Genuss von Betriebsabkommen oder territorialen
Zusatzverträgen. Angesichts solch positiver Zahlen ist die
„Wirtschaft“ gefordert.
Gerade im Hochpreisland Südtirol wären diese Zusatzeinkommen
wichtig für die Arbeitnehmer.
08.08.2011 |