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Familienförderung
Familienpolitik bitte nicht über IRPEF-Zuschlag
 

Wenn der IRPEF-Zuschlag in Südtirol weiterhin in dieser Form als familienpolitisches Instrument eingesetzt werden soll, dann wird der ungerechte Kurs beibehalten, weil eine Familie mit höherem Gesamteinkommen in den Genuss der Befreiung kommen könnte, eine zweite mit niedrigerem hingegen nicht, ungeachtet der Anzahl der Kinder.
Der IRPEF-Zuschlag beträgt 0,9% des Einkommens und macht im Landeshaushalt kaum mehr als einen Prozent aus. Wenn das Land steuerpolitische Maßnahmen zur Unterstützung der Familien setzen möchte, dann sollten es Steuerfreibeträge und -abzüge sein, was aufgrund des Mailänder Abkommens möglich ist.
Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass die Bürger bereits mit einer 3%igen Teuerung konfrontiert sind und steigende Kosten im Energiebereich auf sie zukommen, weil die Betriebe der Branche die Anhebung der IRES sicher an die Konsumenten weiterreichen werden. Nicht zuletzt noch die Anhebung der Mehrwertsteuer. Auch deshalb ist klar, dass die Steuerlast auf Einkommen aus Arbeit sinken muss!
Der Vorschlag des SGBCISL lautet: Reduzierung des IRPEF-Zuschlags, Einführung einer Übernachtungsabgabe zu Lasten der Touristen, eine differenzierte IRAP-Regelung, welche jenen Betriebe zugunsten kommt die in Arbeitsplätze investieren, sowie eine generelle finanzpolitische Neuausrichtung in Südtirol. Bei gleichbleibendem Haushalt könnten den Familien über 400 Euro im Jahr mehr in der Tasche bleiben. Mittlerweile steht aber fest, dass der Landeshauptmann diesen Weg nicht beschreiten will.

Der SGBCISL wird sich weiterhin gegenüber der Landesregierung und dem Landtag für diese Ziele einsetzen. Die Anhebung der Mehrwertsteuer und der IRES bedeuten auch immerhin Mehreinnahmen und mehr Spielraum für Südtirol.

 

04.10.2011

 

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