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15.11. gewerkschaftliche
Protestkundgebung in Bozen
Eine Frage der
Gerechtigkeit: Gewerkschaften rufen Politiker zu vertretbaren
und transparenten Bezügen auf!
Demokratie ist uns
was wert, und die Politiker sollten angemessen verdienen, um
unabhängig arbeiten zu können. Derzeit aber kostet die Politik
zu viel. Die Landtagsabgeordneten erhalten eine ganze Reihe von
zusätzlichen Vergütungen, Entschädigungen, Rückvergütungen etc.,
von denen einige nicht belegt oder nicht besteuert werden
müssen. Die Politiker sollten gerade in diesen schwierigen
Zeiten, in denen sie der Bevölkerung einschneidende
Sparmaßnahmen abverlangen, mit gutem Bespiel vorangehen und ihre
überzogenen Bezüge kürzen und transparenter gestalten.
Dies war der Aufruf, den die
Vertreter der insgesamt sieben Gewerkschaftsbünde des Trentino
und Südtirols heute im Rahmen einer Protestkundgebung vor dem
Landtag in Bozen – zeitgleich tagte dort der Regionalrat – in
Richtung der Abgeordneten richteten. Diese wurden aufgerufen,
bis Ende des Jahres einen konkreten Schritt in Richtung
Reduzierung ihrer Bezüge zu setzen, andernfalls würden die
Gewerkschaften weitere Protestmaßnahmen ergreifen.
Vertreter der Gewerkschaftsbünde CGIL, CISL und UIL des Trentino
sowie von AGB/CGIL, SGBCISL, UIL-SGK und ASGB trafen im
Anschluss an die Kundgebung den Landtagspräsidenten Mauro
Minniti um ihre Forderungen vorzubringen.
Die Gewerkschaften hatten rund 250
Kundgebungsteilnehmer auf dem Landhausplatz versammelt. Die drei
Schlagworte der Protestinitiative zur Reduzierung der Kosten der
Politik waren Transparenz, Mäßigung und Verantwortung.
15.11.2011
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