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Landeshaushalt 2012
Ein gerechteres Gesetz
 

Montis Sparplan bringt mehr Steuern für die Bürger und weniger für die Betriebe. Was wird nun das Land für Arbeitnehmer und Rentner unternehmen?
Die Landesregierung hat gestern angekündigt, die Exporte der heimischen Betriebe über die IRAP weiter anzukurbeln. Die Steuergesetzgebung wird vom Staat vorgegeben, das Land Südtirol kann bestimmte Steuersätze ändern.
Der Haushaltsgesetzentwurf des Landes ist im September vorgestellt worden. Nun hat die Regierung Monti im Steuerwesen allerdings einige Abänderungen vorgenommen, vor allem was die Wertschöpfungssteuer IRAP und die Körperschaftssteuer IRES betrifft. Diese Ein­nahmen gehen gänzlich an den Landeshaushalt.
Die Landesregierung gewährt den Betrieben in Südtirol seit 2008 italienweit den niedrigsten IRAP-Hebesatz. Nun wird dieser bestätigt, als ob sich die staatlichen Rahmenbedingungen nicht geändert hätten. Die staatlichen Vorgaben werden geringere Steuereinnahmen für Südtirol nach sich ziehen. Wo wird dann der Sparstift angesetzt?
Den Betrieben werden allein durch die IRAP-Begünstigung zusätzlich geschätzte 20 Millionen Euro mehr bleiben. Zum Vergleich: Für die teilweise Befreiung vom IRPEF-Zuschlag stellt das Land insgesamt kaum mehr Geld bereit. Sollte diese Regelung bestätigt werden, würde das Land über die IRAP jährlich auf über 100 Millionen Euro zugunsten der Betriebe verzichten. Dieser Betrag ist fünf Mal höher als das, was für Arbeitnehmer und Rentner als Steuerbegünstigung herausschaut.
Ab heute behandelt der Landtag den Haushalt für 2012. Wir haben diesbezüglich bereits bei den Fraktionen interveniert und hoffen, dass der Landtag ein sozial gerechtes Haushaltsgesetz verabschiedet, welches die Steuern für Arbeitnehmer und Rentner senkt.

 

13.12.2011

 

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