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Teure Südtiroler
Immobilien
Raumordnungsgesetz muss
überarbeitet werden
Die gestern vorgestellte Studie der Handelskammer bestätigt, dass
Immobilien in Südtirol deutlich teurer als in vergleichbaren
Nachbarregionen sind.
Als Ursache für die teuren Baugründe ist bisher immer angeführt worden,
dass es in einem Berggebiet wenig verfügbaren Baugrund gibt, und dieser
zwangsläufig teuer sein müsse. Diese morphologischen Gegebenheiten treffen
aber auch auf viele Nachbarregionen mit vergleichbaren makroökonomischen
Daten zu, in denen die Immobilienpreise aber viel niedriger sind.
Der SGBCISL fordert die Überarbeitung des
Landesraumordnungsgesetzes und dessen Anpassung an die neuen
Gegebenheiten.
In Südtirol haben die starren und einschränkenden urbanistischen
Bestimmungen die hohen Immobilienpreise mit verursacht, etwa durch die
Einschränkung des
freien Immobilienmarktes in Erweiterungszonen und durch die
anachronistischen Bestimmungen in Bezug auf den Detailhandel in
Gewerbegebieten. Das ohnehin spärliche Angebot an verfügbarem Baugrund bei
hoher Nachfrage weiter einzuschränken, zieht zwangsläufig eine zusätzliche
Teuerung nach sich.
Diese Entwicklung ist vor allem für lohnabhängig Beschäftigte und Rentner
von Nachteil. Der teure Wohnraum in Südtirol macht es im Vergleich zu
anderen Regionen noch viel schwerer, die Lebenshaltungskosten zu
bestreiten, wenn gleichzeitig das Einkommensniveau im Privatsektor und im
Rentenbereich nicht entsprechend höher ist.
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