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Tagung SGBCISL
Startschuss für einen regionalen, ergänzenden Gesundheitsfonds
Einen ergänzenden Gesundheitsfonds für die Region
Trentino-Südtirol; diesen Vorschlag brachte der SGBCISL
heute 13. November 2009 im Rahmen einer Tagung im Festsaal der
Gemeinde Bozen vor.
„Die Menschen leben länger, die Geburtenrate ist gesunken. Der
Sozialstaat, wie wir ihn kennen, kann dem Druck des demografischen
Wandels nicht standhalten. Um die Qualität der Dienste für alle
aufrecht zu erhalten, wird deshalb zukünftig ein zweites
zusätzliches Gesundheitsfürsorgesystem notwendig sein, welches das
öffentliche Gesundheitswesen nicht ersetzt, aber ergänzt“, so
Generalsekretär Michele Buonerba.
Diese solidarische Einrichtung wird von steuer-begünstigten
Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-beiträgen finanziert, und bietet den
Mitgliedern und deren Familienangehörigen eine Reihe von
zusätzlichen Leistungen und Kostenerstattungen im
Gesundheitsbereich.
Italienweit gibt es über 500 solcher Einrichtungen, trotzdem ist
die Mehrzahl der Bevölkerung bisher nicht abgedeckt. Dank der
Zuständigkeiten der Region Trentino-Südtirol sei die Einrichtung
eines ergänzenden Gesundheitsfonds auf lokaler Ebene möglich.
Einem auf regionaler Ebene von den Sozialpartnern eingerichteten
Fonds könnte der selbe Erfolg beschieden sein wie dem
Zusatzrentenprojekt Laborfonds. Nun müsse das Vorhaben mit den
Sozialpartnern und der Politik erörtert und angegangen werden.
Gesundheitslandesrat Richard Theiner zeigte Gesprächsbereitschaft,
dieses Projekt mit den Sozialpartnern und dem Trentino anzugehen.
Uni-Rektor Walter Lorenz zeigte in seinem Impuls-referat die
europäische Entwicklung des Sozial-staates auf. Er warnte davor,
Gesellschaftsschichten von der sozialen Absicherung
auszuschließen. Alle müssten Verantwortung für die soziale
Integration übernehmen. Südtirol habe die Chance, in diesem
Bereich mit gutem Beispiel voranzugehen.
Romano Siviero stellte die wechselseitige
Gesundheitseinrichtung „Cesare Pozzo“ vor.
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