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Streik und Kundgebung im "Firmian"
Beschäftigte fordern
angemessene Entlohnung
Rund 50 Beschäftigte der Sozialgenossenschaft KCS haben heute vor
ihrem Arbeitsplatz, dem Pflegeheim für Langzeitkranke „Firmian“ in
Bozen, gegen die arbeitsrechtliche und wirtschaftliche Behandlung
protestiert. Ihr Arbeitgeber ist die Sozialgenossenschaft KCS, die
sich den Dienstauftrag für neun Jahre gesichert hat und den für
sich vorteilhaften Kollektivvertrag der Sozialgenossenschaften
anwendet. Für die Gewerkschaft müsste aber zumindest der
Kollektivvertrag der privaten Sanität angewandt werden, der eine
deutlich höhere Entlohnung vorsieht. Der Unterschied zu den
Entlohnungen der öffentlich Angestellten mit vergleichbaren
Arbeitsaufgaben beträgt sogar bis zu 500 Euro netto im Monat. Die
Beschäftigten beklagen zudem die Organisation der Turnusarbeit und
der Feriengenehmigung.
Deshalb sind die Beschäftigen zu einem zweistündigen Streik und
zur Kundgebung aufgerufen worden. Sollten der Arbeitgeber und der
öffentliche Auftraggeber den Forderungen der Beschäftigten nicht
entgegenkommen, werden weitere Protestmaßnahmen und der Rechtsweg
– auch gegen den Auftraggeber – nicht ausgeschlossen.
Der SGBCISL setzt sich dafür ein, dass auf Landesebene ein
neues Gesetz zur Auftragsvergabe von Diensten verabschiedet wird,
das verbindliche soziale Schutzklauseln festlegt, damit die von
der öffentlichen Hand bei Dienstauslagerung erzielte
Kosteneinsparung nicht zu Lasten der Beschäftigten geht.
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