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11. Mai: Aussprache mit LH Durnwalder

Vorerst kein Ja zu Steuererleichterungen

„Insgesamt recht positiv“, dieses Fazit zogen die vier Südtiroler Gewerkschaftsbünde nach dem Treffen vom 11. Mai mit LH Luis Durnwalder. Den Gewerkschaften ging es dabei um lokale Steuererleichterungen für Arbeitnehmer und Rentner, 1.000 Wohnungen für den Mietmarkt, die Ausdehnung der regionalen Sozialmaßnahmen, die einheitliche Einkommens- und Vermögensbemessung sowie um die Sonn- und Feiertagsschließungen.

Ein Überblick über die verschiedenen Standpunkte:
Regionale Sozialmaßnahmen die von der Region bereitgestellten Mittel für die in Lohnausgleich oder Mobilität überstellen Arbeitnehmer sind wegen der restriktiven Zugangskriterien nur zu einem geringen Teil ausgezahlt worden. Die Gewerkschaften fordern deshalb, dass auch krisenbetroffene Arbeitnehmer der zweiten Einkommensstufe (d.h. mit einem Bruttogehalt von mehr als 1.917,48 Euro vor dem Lohnausgleich bzw. der Mobilität) in den Genuss der regionalen Unterstützungszahlung für den Lohnausfall kommen (1€ pro ausgefallene Arbeitsstunde). LH Durnwalder ist für die von den Gewerkschaften gewünschte Verlängerung der Unterstützungen für weitere sechs Monate, bezüglich der Ausdehnung der Leistung auch auf die zweite Einkommensstufe aber skeptisch.
Steuererleichterung Die Gewerkschaften fordern Steuererleichterungen für Arbeitnehmer und Rentner, so etwa über den regionalen Irpef-Zuschlag. Durnwalder verweist auf die Haushaltslage und ist deshalb gegen die Senkung des Irpef-Zuschlags für alle Lohnabhängigen und Rentner. Die Gewerkschaften sollen bis zum nächsten Termin im September einen Vorschlag ausarbeiten, wem welcher Irpef-Zuschlag gewährt werden sollte und woher die notwendigen Mittel kommen sollten. Der SGBCISL wird auf jeden Fall am Ball bleiben.
Irap Die Gewerkschaften sind gegen die vom Land allen Betrieben gewährte Irap-Begünstigung. Das Land sollte nur jene Unternehmen steuerlich entlasten, die in die Mitarbeiter und in Innovation investieren. Durnwalder kündigte an, dass das Land ohnehin beabsichtigt, die Irap-Begünstigungen zu überarbeiten.
„Redditometro“ Die Gewerkschaften haben einige konkrete Richtlinie und Punkte vorgebracht, die aus sozialem Blickpunkt in den Landesentwurf EEVE (Einheitliche Einkommens- und vermögensbemessung) gehören. Der 20%ige Freibetrag auf das Gesamteinkommen für Lohnabhängige scheint ebenso umsetzbar wie die teilweise Berücksichtigung von betrieblichen Immobilien bei der Bewertung des Vermögens von Unternehmern. Mietwohnungen für den Mittelstand Die Gewerkschaften sind dagegen, die 1.000 neu zu errichtenden Wohnungen für den Mittelstand nach 10 Jahren an die Mieter zu verkaufen. Dies würde die prekäre Lage am Mietmarkt nicht entspannen. Die 1.000 Wohnungen sollen Mietwohnungen bleiben. Durnwalder zeigte sich gesprächsbereit.
Geschäftsöffnungen an Feiertagen die Gewerkschaften sind nicht grundsätzlich gegen Sonntags- und Feiertagsöffnungen im Handel, wohl aber für eine klare Reglementierung, für die Berücksichtigung der Interessen der Beschäftigten und gegen die ausufernden Sonn- und Feiertagsöffnungen über das ganze Jahr. Durnwalder zeigte Verständnis für das Anliegen.

 

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