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Agentur der Einnahmen

Südtiroler Ämter müssen autonom bleiben!

Die Gewerkschaftsbünde CGIL/AGB, SGBCISL, UIL/SGK und ASGB fordern den Generaldirektor der Agentur der Einnahmen auf, die Verfügung Prot. 2010/66622 vom 27. April zurückzunehmen, weil aufgrund dieser Maßnahme Ämter, Dienste und qualifizierte Arbeitsplätze von Bozen nach Trient verlegt würden, und zwar:

  • Personalverwaltung

  • Amt für die Planung und Koordinierung der Abgaben, d.h. der Dienstleistungen und Steuerrückvergütungen

  • Amt für Beratung und verbindliche Auskünfte

  • Und weitere Ämter, z.B. das Amt für Steueranträge.

Mit dieser Verfügung könnte das Recht auf Gebrauch der Muttersprache der Südtiroler Bürger und Bediensteten untergraben werden.
Die Landesdirektion Bozen würde somit zurückgestuft und Trient unterstellt. Dies verstößt gegen die Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut in Bezug auf den Öffentlichen Dienst (DPR 752/76, art. 32-quater).
Die Bediensteten der Ämter in Südtirol haben die von der Zentraldirektion vorgegebenen Ziele trotz des großen Personalmangels immer erreicht. Es kann nicht sein, dass diese gut arbeitenden Stellen eingespart werden nur um sie anderswo aufzustocken.
Angesichts des Personalmangels müssten vielmehr neue Arbeitskräfte eingestellt werden. Es muss sich dabei nicht zwangsläufig um Akademiker handeln! In Südtirol besteht großes Interesse an einer Arbeitsstelle bei der Agentur für Einnahmen, die letzte Wettbewerbs­ausschreibung bestätigt dies!
Es ist kein gutes Zeichen, wenn Durchführungsbestim­mungen zum gesetzlichen Schutz der Sprachminder­heiten durch solche Verfügungen umgangen werden.
Wir ersuchen alle Bürger in diesem besonderen Moment für die Autonomie um ihre Unterstützung in dieser Angelegenheit.

 

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