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Arbeitslosigkeit und berufliche Umschulungsmaßnahmen

Arbeitslosigkeit vorbeugen, indem auf berufliche Umschulungsmaßnahmen der betroffenen Arbeitskräfte gesetzt wird
 

Wenn lohnabhängig Beschäftigte ihre Arbeit verlieren, stellt dies einen schweren persönlichen Rückschlag dar, der mitunter auch zu psycho­logischen Problemen führen kann. In diesen Fällen ist jedes Arbeitsangebot willkommen, wichtig ist nur, wieder arbeiten zu können. Die gestrigen Aussagen von Landeshauptmann Durnwalder kommen deshalb ziemlich überraschend.
Am 23. Jänner 2009 hatten wir den Landeshaupt­mann im Rahmen der Antikrisen-Treffen darauf hingewiesen, dass sich die Wirtschaftskrise zeitlich verzögert auf den Arbeitsmarkt niederschlagen wird, und dass deshalb vorbeugende Maßnahmen notwendig seinen. Besonders gefährdet waren die Wirtschafts­zweige Bau und das produzierende Gewerbe. In diesen Branchen sind viele Arbeitskräfte mit niedriger Einstufung beschäftigt. Gerade diese haben es schwer, eine neue Anstellung zu finden, vor allem in Krisenzeiten.
Die steigenden Arbeitslosenzahlen bestätigen unsere damalige Sorge. Seit Jänner 2009 hätten eine Reihe von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gesetzt werden können, die aber ausgeblieben sind. Die Gewerkschaft hatte damals Unterstützungsleistungen für jene Personen gefordert, die ihre Arbeit verlieren, und sich bereit erklären, an beruflichen Umschulungsmaßnahmen teilzunehmen, mit dem Ziel, eine neue Anstellung zu finden.
Die Region hat zwar eine geringe finanzielle Unterstützung für krisenbetroffene ArbeitnehmerInnen eingeführt, allerdings ist der Großteil der potentiellen Begünstigten ausgeschlossen geblieben.
Hätte das Land die damals geforderten Maßnahmen ergriffen, dann sähen die Arbeitslosenzahlen heute wohl anders aus. So manche/r Arbeitslose hätte wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren können. Denn es gibt sie noch die Betriebe, die Fachkräfte einstellen.

 

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