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Projekt
Europäische Betriebsräte
Arbeitnehmer-Interessen
grenzüberschreitend vertreten
Auch
Südtiroler Unternehmen agieren zunehmend auf internationaler
Ebene. Damit die Arbeitnehmervertretungen auf Augenhöhe bleiben,
müssen auch sie verstärkt grenzüberschreitend zusammenarbeiten.
Eine wichtige Rolle könnten hierbei die Europäischen
Betriebsräte (EBR) einnehmen. Diese Gremien können in großen
Betrieben eingerichtet werden, die insgesamt mehr als 1.000
ArbeitnehmerInnen beschäftigen, davon mindestens je 150 in zwei
verschiedenen Ländern.
Um die EBR zu stärken und besser zu vernetzen, ist vor einem
Jahr das von der EU unterstützte Projekt „EWC networking“
gestartet, das die Länder Italien, Österreich, Slowenien und
Deutschland umfasst. Im Rahmen des Projektes führen die
Arbeiterkammer Tirol, der ÖGB Tirol, das
Arbeitsförderungsinstitut Bozen sowie die vier Südtiroler
Gewerkschaftsbünde nun eine Informationskampagne durch. Ziel ist
es, den Informationsaustausch zu verstärken, und die Zahl der
EBR zu erhöhen.
Die Kampagne wird am 22. Juli in der Eurac in Bozen der
Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen der Aktion ist ein
Leitfaden erschienen, der Aufgaben, Zuständigkeiten und
Voraussetzungen zur Gründung der EBR sowie nützliche
Kontaktadressen anführt. Diese Broschüre ist auch in den SGBCISL-Büros
kostenlos erhältlich. Zudem ist die Internetseite
www.ewc-networking.eu eingerichtet worden. Dieses Portal bietet
eine Reihe von Informationen, von Studien&Publikationen bis hin
zu Angaben über Konzernstrukturen und gewerkschaftliche
AnsprechpartnerInnen an den jeweiligen Standorten für die
Regionen Tirol, Südtirol und Trentino. |