SGBCISL
SÜDTIROLER GEWERKSCHAFTSBUND

 HOME

 ITALIANO

 KONTAKT

 GESCHÜTZTER BEREICH

         
       

News

 

 

 

Der ergänzende territoriale Gesundheitsfonds

Eine große Chance für Südtirol
 

30% der Bevölkerung wird laut Schätzungen im Jahr 2045 älter als 65 sein und 12% älter als 80. Die steigende Lebenserwartung stellt den Sozialstaat vor eine finanzielle Herausforderung im Gesundheitswesen. Wenn die Steuerschraube nicht weiter angezogen werden soll, dann wird es auch im Gesund­heitswesen zusätzliche Systeme brauchen, die es nicht ersetzen, aber ergänzen.
In Italien werden bereits 30% der Gesund­heitsdienste von Privaten mit Gewinnabsichten erbracht, 70% von der öffentlichen Hand. In Südtirol ist das Gesundheitswesen noch zu 94% in öffentlicher Hand, weshalb immer mehr Patienten aus anderen Regionen nach Südtirol kommen. Auf gesamtstaatlicher Ebene gibt es über 500 Gesundheitsfonds, die meisten wurden aufgrund von Kollektivverträgen oder Betriebsabkommen eingerichtet. In Südtirol haben derzeit rund 40% der Beschäftigten Zugang zu einem ergänzenden Gesundheits­fonds, deren Leistungen aber an gesamt­staatlichen Standards ausgerichtet sind. Über die Einrichtung eines territorialen Fonds könnten die Beiträge, die viele Betriebe bereits für ihre Beschäftigten einzahlen, auf lokaler Ebene verwaltet werden. Zudem könnten auch jene 60% erreicht werden, die bislang noch keinen Zugang haben, etwa die öffentlich Bediensteten.
Der SGBCISL schlägt die Einrichtung eines territorialen Fonds vor, um die Leistungen des öffentlichen Gesundheitswesens vor allem im Bereich der Vorbeugung und Rehabilitation zu ergänzen. Dies wäre auch ein Beitrag zur Kosteneindämmung und zur Gesundheits­förderung. Nun stehen Verhandlungen mit Landesrat Richard Theiner an, der unserem Vorschlag positiv gegenübersteht.
10.09.2010

 

 Facebook

 Google

 Yahoo

  Hinweisen

Drucken