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Metall
Neue Chancen in Krisenzeiten

 

Am 29. September haben die Metallgewerkschaften von CISL und UIL sowie der Arbeitgeberverband Federmeccanica ein wichtiges Rahmenabkommen unterzeichnet. Es regelt die einzelnen Betriebsabkommen, die Bestimmungen enthalten können, welche vom Kollektivvertrag Metall abweichen. Ziel des Abkommens ist es aus gewerkschaftlicher Sicht, Arbeitsplätze trotz Krise zu sichern und Investitionen anzulocken.
Am 6. Oktober war Claudio Chiarle, Sekretär der FIM von Turin, Gastreferent bei der Vorstandssitzung der Metallergewerkschaft FIM im SGBCISL. Chiarle erläuterte dabei Hintergrund und Inhalte des Rahmenabkommens vom 29. September und des zuvor abgeschlossenen Abkommens im FIAT-Werk von Pomigliano. Chiarle hatte die beiden Abkommen zuvor bereits der Belegschaft im Bozner IVECO-Werk vorgestellt.
„Pomigliano ist kein Vorbild, sondern ein Ausgangspunkt. Die nachfolgenden Abkommen müssen besser sein., so Chiarle. Er betonte, dass solche Abkommen keine Neuheit seien: auch im Chemiesektor oder bsp. in Deutschland habe es bereits vom Kollektivvertrag abweichende Abkommen gegeben. Im FIAT-Werk von Pomigliano haben 63% der Beschäftigen dem umstrittenen Abkommen zugestimmt.
Das Abkommen von 29. September ist besser als jenes von Pomigliano und sieht insbesondere vor:

  • Die Stärkung der Rolle der einheitlichen Gewerkschaftsvertretungen EGV: kollektivvertragliche Abweichungen können nur auf Betriebsebene von den EGV abgeschlossen werden.

  • Strafen für Betrieb und Gewerkschaft bei Nicht-Einhaltung der Regeln

  • Die Entlohnungen bleiben unangetastet.

  • Abweichungen müssen genau festgelegt sein, so wie deren Dauer und Zielsetzungen.

Der Generalrat der FIM hat am 6. Oktober die Schwerpunkte des Abkommens und die mögliche Anwendung auf lokaler Ebene erörtert. Dabei wurde klargestellt, dass jedes Abkommen von den EGV unterzeichnet sein muss damit es Gültigkeit hat und zudem von der Belegschaft gutgeheißen werden muss.
Auch in Südtirol mache sich die Wirtschaftskrise bemerkbar, und es sei wichtig, spezifische Abkommen abschließen zu können, um die Arbeitsplätze zu retten. Die FIM könne es sich nicht erlauben, tatenlos zuzusehen wie Arbeitsplatz um Arbeitsplatz verloren geht. Etwas zu unternehmen sei die Aufgabe einer verantwortungsbewussten Gewerkschaft: die FIM verhandelt, sucht und findet Lösungen.
14.10.2010

 

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