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Weiterbildungsfonds in
Südtirol aufgewertet
FAPI bringt neue
Chancen
Am 13. Januar
wurden bei einer Pressekonferenz in Bozen die Vorteile
des gesamtstaatlichen Weiterbildungsfonds FAPI
vorgestellt, der nun in Südtirol stärker Fuß fassen
will.
Südtiroler „FAPI-Zweigstelle“
eingerichtet
Ein am 24.
November 2010 von den Sozialpartnern unterzeichnetes
Abkommen stärkt in Südtirol den gesamtstaatlichen Fonds
für berufliche Weiterbildung der Klein- und
Mittelbetriebe FAPI. Die Vereinbarung, die von den
Südtiroler Gewerkschaftsbünden CGIL/AGB, SGBCISL
und UIL-SGK sowie dem Arbeitgeberverband Confapi
getroffen wurde, sieht u.a. die Einrichtung eines
lokalen Bewertungsgremiums vor, welches die von den
Südtiroler Betrieben eingereichten
Weiterbildungsprojekte begutachtet. Die Verantwortung
über die Verwendung der für die Südtiroler Betriebe
zweckbestimmten Geldmittel wird somit stärker auf die
lokale Ebene verlagert. Zudem sollen eine Reihe von
Anlaufstellen bzw. Schaltern eingerichtet werden.
Was ist FAPI
FAPI ist auf
gesamtstaatlicher Ebene vor sieben Jahren vom
Arbeitgeberverband der kleinen und mittleren
Industriebetriebe Confapi und den Gewerkschaftsbünden
CGIL, CISL und UIL eingerichtet worden. Als bilaterale
Einrichtung der Sozialpartner werden die Weiterbildungen
dieses branchenübergreifenden Fonds gemeinsam
verwaltet. Der Fonds finanziert berufliche
Weiterbildungsprojekte, zu denen alle Mitgliedsbetriebe
und deren Beschäftigte Zugang haben. Die Beiträge zur
Finanzierung der Weiterbildungen werden dabei über
Ausschreibungen vergeben.
Bisher wurden
auf gesamtstaatlicher Ebene rund 5.000
Weiterbildungsprojekte mit über 130 Millionen Euro
gefördert. Über 10.000 Betriebe und rund 80.000
ArbeitnehmerInnen haben bislang von den Leistungen des
Fonds profitiert.
Bisher deckt
der gesamtstaatliche Fonds in Südtirol mehr als 50
Betriebe mit insgesamt rund 800 Beschäftigten ab. Die
Vereinbarung der Sozialpartner, die den Fonds auf
lokaler Ebene aufwertet, soll neue Betriebe ansprechen
und der beruflichen Weiterbildung in den kleinen und
mittleren Unternehmen Südtirols weiteren Auftrieb geben.
Beitreten ist
einfach und bringt keine Mehrkosten!
Der Beitritt
ist für die Betriebe kostenlos! Dies, weil die Betriebe
die an das INPS zu entrichtende Sozialabgabe in der Höhe
von 0,30% der Bruttolohnsumme als Mitgliedsbeitrag an
den Fonds FAPI umleiten können. Die Geldmittel werden
somit für die berufliche Weiterbildung zweckgebunden.
Der Betritt kann jederzeit erfolgen, indem auf dem
entsprechenden Vordruck die Zweckbestimmung der
0,30%-Quote zugunsten des FAPI verfügt wird.
Der Beitritt
bringt Vorteile und Chancen
Interessant
für kleine Unternehmen ist die Tatsache, dass der Betrag
der von FAPI gewährten Finanzierung höher sein kann als
die Summe der vom Unternehmen eingezahlten
Fondsbeiträge. Zudem können auch Kurse mit einer
geringen Anzahl von Teilnehmern finanziert werden.
Der Beitritt
zum Fonds kann vor allem für das strukturell von Klein-
und Mittelbetrieben geprägte Südtirol große Chancen
darstellen. Zudem zeichnet sich ab, dass das Land
künftig weniger Ressourcen für die Weiterbildung
bereitstellen wird.
Die berufliche
Weiterbildung der Beschäftigten ist aber ein wichtiger
Wettbewerbsfaktor, auf den Südtirol verstärkt setzen
sollte, weil es die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe
steigert und die Arbeitsplatzsicherheit der
Beschäftigten sowie deren Chancen am Arbeitsmarkt
erhöht.
13.01.2011 |