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Kundgebung 18. Juni in Rom
Weniger Steuern für
Arbeitnehmer
Zehntausende
Arbeitnehmer und Rentner sind am Samstag den 18. Juni dem Aufruf
der Gewerkschaftsbünde CISL und UIL gefolgt und haben in Rom an
einer Großkundgebung teilgenommen, um eine Steuerreform, ein
Rahmengesetz zur Pflegebedürftigkeit sowie Maßnahmen für
Beschäftigung und Wirtschaftswachstum zu fordern.
Vorrangige Forderung ist die rasche Überarbeitung
des Steuersystems, wobei die ArbeitnehmerInnen
entlastet werden müssen. Die
Steuerhinterziehung müsse weiterhin entschlossen bekämpft
und die öffentlichen Gelder umsichtiger eingesetzt werden;
gerade das politische System solle weniger kosten. Schließlich
dürfe der Sozialstaat nicht abgebaut werden.
Auch der SGBCISL war mit
rund 100 Arbeitnehmern und Rentnern an der Kundgebung
vertreten, unter ihnen die Generalsekretäre Erich Sparer und
Michele Buonerba: „Auch in Südtirol ist es höchste Zeit, die
Arbeitnehmer und Rentner steuerlich zu entlasten. So müssen
deutlich mehr Bürger vom IRPEF-Zuschlag befreit
werden, als es mit dem
derzeitigen unzureichenden und zudem sozial ungerechten
System der Fall ist“.
„Ein Ziel haben wir bereits erreicht. Bisher ist allen
Betrieben ein Abschlag auf die Wertschöpfungssteuer IRAP
gewährt worden – ohne jegliche Bindung bzw. Auflage. Die
Bemessung dieser Steuer wird sich zukünftig danach richten,
inwieweit die Betriebe bestimmte selektive Kriterien erfüllen.
Mögliche Kriterien sind etwa Investitionen in Arbeitsplätze oder
Verbesserungen der Produktionsabläufe”.
Dringender Handlungsbedarf besteht für Sparer und
Buonerba zudem in der Familienpolitik. „Es geht auch in Südtirol
darum, die Unterstützung für bedürftige Familien auszubauen und
das gesamte lokale System der Familienförderung zu
vereinfachen“.
20.06.2011 |