|

Nationalpark Stilfser Joch:
Arbeitsplätze der
Saisonbeschäftigten wieder in Gefahr
Die
Saisonbeschäftigten des Nationalparks Stilfser Joch laufen
wieder Gefahr, ihre Arbeit zu verlieren. Grund ist das
staatliche Haushaltsgesetz 2010, welches dem Nationalpark bei
der Einstellung mit Saisonverträgen Einsparungen im Ausmaß von
50% im Vergleich zum Vorjahr vorschreibt. Jetzt sollen
sämtliche, zum 30. Juni 2011 auslaufenden befristeten
Arbeitsverträge nicht mehr bestätigt werden.
Dies würde bedeuten, dass die insgesamt 80 in Südtirol, im
Trentino und in der Lombardei befristet angestellten
Forstarbeiter nach dem Sommer 2011 ohne Arbeit dastehen könnten,
mit schwerwiegenden Folgen für sie und ihre Familien. In
Südtirol sind 22 Saisonbeschäftigte betroffen.
Das Paradoxe an der Situation ist, dass die Provinzen bzw.
Regionen, auf deren Gebiet der Nationalpark liegt, die
Geldmittel für das Jahr 2011 bereits zweckgebunden haben; sie
dürfen sie wegen des Sparzwangs nur nicht einsetzen.
Ein analoges Problem hatte es bereits im Jahr 2006 gegeben.
Damals konnten die Gewerkschaften mit Protestaktionen und
Interventionen erreichen, dass die Saisonbeschäftigten vorläufig
weiterbeschäftigt wurden. Die Gewerkschaft FAI im SGBCISL
fordert die Verantwortlichen des Parks und die zuständigen
staatlichen Stellen auf, diese Problematik im Interesse der
Beschäftigten schnellstens und dauerhaft zu lösen.
Offen ist, wie die anfallenden Arbeiten, von der
Wegeinstandhaltung bis zu Aufräumarbeiten, ohne diese
Arbeitskräfte bewältigt werden sollen. Leitragende wären somit
auch die Tourismusbranche und die Gäste.
24.06.2011 |