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7 Eckpunkte für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz


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Für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Stoppen wir die Arbeitsunfälle

 

Die CISL und der SGBCISL setzen sich im Rahmen einer gesamtstaatlichen Initiative Strategie für Arbeits- und Gesundheitsschutz auf verschiedenen Ebenen, in allen Branchen und an allen Arbeitsplätzen für die Einhaltung von kollektivvertraglichen Regeln und Gesetzen, für eine Arbeitsorganisation, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und für faire Entlohnungen ein.

 

7 Eckpunkte für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz:

Anerkennung vorbildlicher Unternehmen

Einführung eines Systems (ausgehend von einem Punktesystem/„Punkteführerschein für Betriebe“), welches die Arbeitssicherheit, die Einhaltung der Bestimmungen und die Anwendung der kollektivvertraglichen Bestimmungen sicherstellt bzw. fördert.

Bei Auftragsvergabe muss gewährleistet sein, dass die Kosten für die Reduzierung der Risiken für Gesundheit und Sicherheit ersichtlich sind.

 

Vertragsverhandlungen auf allen Ebenen

Es wichtig, Vorbeugungsmaßnahmen über mittels Abkommen, Protokolle und Verträge gezielt umzusetzen. Diese betreffen die Arbeitsorganisation: Arbeitszeiten, Turnusse, Arbeitsbelastungen, Zuweisung von Aufgaben, betriebliche Hierarchie in Bezug auf die Vorbeugung, Smart Working.

 

Recht auf Weiterbildung

Jede Arbeitnehmerin/jeder Arbeitnehmer muss die entsprechende Weiterbildung (technische, organisatorische, Risiken) für die jeweils ausgeübte Tätigkeit erhalten. Alle Personen im Betrieb, von den Vorgesetzen bis zu den Beschäftigten, müssen in Unfallvorbeugung geschult werden. Von grundlegender Bedeutung sind Information und Ausbildung.

Vorschlag: Einführung der Weiterbildung für alle Arbeitgeber, auch bei jenen, die ein Unternehmen gründen.

 

Arbeitnehmervertretung

Ausbau der Arbeitnehmervertretungen (Betriebliche Vertretungen RSA/RSU und Sicherheitssprecher RLS und RLST) hin zu einer generellen Vertretung. Diese muss immer über eine reguläre und dokumentierte Wahl/Ernennung als Ausdruck des freien Willens der Arbeitnehmer bestimmt werden.

Spezifische Weiterbildungen für RLS und RLST.

Der Zugang zu den Unterlagen für Unfallvorbeugung (DVR Risikobewertung, Unfallregister) muss sichergestellt sein.

 

Kontrollen am Arbeitsplatz

Vorschlag: Koordinierung der verschiedenen Kontrollinstanzen (Arbeitsinspektorat, Sanitätsbetrieb usw.).

Gezielte Anstellungen und Sicherstellung einer kontinuierlichen Weiterbildung.

Die Gewerkschaften sollen Zugang zu den INAIL-Datenbanken der betrieblichen Arbeitnehmervertretungen RLS erhalten. Diese Verzeichnisse sind laufend zu aktualisieren und müssen auch die territorialen Sicherheitssprecher RLST umfassen.

 

Innovation, moderne Technologien, persönliche Schutzausrüstung „DPI“

Mehr Investitionen in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Alle Unternehmen sollen Zugang zu den INAIL-Beiträgen haben, welche gezielt Innovation und die Modernisierung von Maschinen, Strukturen, Instrumenten und Schutzausrüstungen finanzieren sollen.

Die Forschung sollte gefördert und unterstützt werden, nicht nur in Bezug auf technologische, sondern auch auf digitale Lösungen.

 

Schule

Vorschlag: Einführung eines Schulfachs Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, besonders in den Oberschulen. Dabei soll die Ausrichtung nicht nur technisch und risikobezogen sein, sondern alle Aspekte umfassen, welche die psychophysische Gesundheit betreffen.

Der Wert eines Menschenlebens muss auch bei der Ausübung der Arbeit gewahrt und geschützt werden.

Zu beachten sind sei es Arbeitsunfälle als auch Berufskrankheiten.

 

Stoppen wir die Arbeitsunfälle!

Schluss mit der Gefährdung von Menschenleben am Arbeitsplatz

18.05.2021

 

Credits foto: 
Pixabay
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