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Transportwesen: Streik am Mittwoch, 24. Juli vorgestellt!


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Die Südtiroler Transportgewerkschaften haben heute bei einer Pressekonferenz in Bozen den gesamtstaatlichen Streik im Transportwesen von 24. bzw. 26 Juli vorgestellt.

„Wir wollen die Politik aufrütteln und die stockenden Vertragsverhandlungen wieder in Gang bringen. Es gibt große Probleme bei der Einhaltung von Kollektivverträgen und dem Abschluss von Zusatzverträgen. In vielen Fällen sind die Arbeitsbedingungen schlecht, die Arbeitszeit aufs Äußerste ausgereizt, die Löhne niedrig. Insgesamt fehlt Italien ein klares Konzept im Transportwesen, es bräuchte klare Regeln, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Sicherheit“, so die Gewerkschafter.

„Wir wollen mit diesem Streik ein Zeichen setzen, gegenüber den Arbeitgebern, und sie zur Einhaltung der Regeln mahnen, und gegenüber der Politik. Dies gilt auch auf lokaler Ebene.“ So liegt etwa der Zusatzvertrag für die Beschäftigten im Südtiroler Personennahverkehr schon seit über einem Jahr auf Eis. Die Gewerkschaften hatten einen entsprechenden Vorschlag ausgearbeitet, und warten seither auf die Einberufung durch den zuständigen Landesrat bzw. den Landeshauptmann. „Wir möchten damit gerechtere Löhne schaffen und Sozialdumping vorbeugen. Wir Transportgewerkschaften sind gesprächs- und verhandlungsbereit!“

Die Streikmodalitäten unterscheiden sich je nach Sektor. Es handelt sich in den meisten Bereichen um einen vierstündigen Arbeitsausstand (öffentlicher Personennahverkehr, Güter- und Warentransport), mit einigen Ausnahmen, so wird bei der Eisenbahn z.B. acht Stunden gestreikt.

Am Mittwoch, 24. Juli sind die Beschäftigten in den Bereichen öffentlicher Personennahverkehr, Eisenbahn, Warentransport und Logistik, Autobahnen, Schifffahrt und Häfen, Taxi und Autovermietung zum Streik aufgerufen; am Freitag, 26. Juli die Beschäftigten im Flugverkehr.

Mehr dazu: Flugblatt Streikgründe und gewerkschaftliche Forderungen

im Bild die Gewerkschaftsverteter Josef Ploner und Rosaria Severino (FIT SGBCISL), Anita Perkmann (FILT AGB/CGIL), Artan Mullaymeri (Uiltrasporti UIL-SGK) und Richard Goller (ASGB Transporte) bei der Pressekonferenz.

22.07.2019

 

Credits foto: 
SGBCISL
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