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Für eine Reform des Rentenwesens


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Verbesserungen beim Pensionssystem gefordert. Auch die Südtiroler Rentnergewerkschaften nehmen daran teil.

Sich selbstbewusst für die Würde und die Rechte der Rentnerinnen und Rentner einsetzen: das ist das erklärte Ziel der gesamtstaatlichen Rentnergewerkschaften von CGIL, CISL und UIL bei der heutigen Kundgebung in Rom. An der Kundgebung nimmt auch eine 50köpfige Delegation aus Südtirol teil.

Zu den wesentlichen Forderungen der Rentnergewerkschaften in Richtung Regierung und Parlament zählen der Schutz der Kaufkraft der Renten, die Auszahlung des 80-Euro-Bonus auch für Bezieher von niedrigen Renten sowie eine Abänderung des Fornero-Gesetzes, um einen flexibleren Rentenantritt und folglich einen leichteren Einstieg von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

In Bezug auf die Problematik rund um die blockierte Inflationsanpassung von Renten fordern die Rentnergewerkschaften einen angemessenen finanziellen Ausgleich. Sie fordern zudem ein Rahmengesetz zur Pflegesicherung sowie allgemein mehr Ressourcen für die soziale Absicherung der Senioren. Die Ausgabeposten zwischen Vorsorge und Fürsorge sollten getrennt werden. Für Rentner sollte dieselbe steuerfreie Einkommensgrenze gelten wie für lohnabhängige Arbeitnehmer.

„Wir fordern mehr Flexibilität beim Rentenantritt, nicht nur weil es bedeutet, so genannte „schwächeren“ Arbeitnehmergruppen wie Frauen und Schwerarbeitern stärker zu berücksichtigen, sondern auch um mehr Arbeitsplätze für Jugendliche zu schaffen, und somit den Generationenaustausch anzukurbeln, der auch von Unternehmerseite gefordert wird,“ so die Generalsekretäre der Südtiroler Rentnergewerkschaften von CGIL/AGB, SGBCISL und UIL-SGK.

Aus gewerkschaftlicher Sicht braucht es auch Abänderungen am beitragsbezogenen Rentenberechnungssystem, damit auch jene Arbeitnehmer eine würdige Rente beziehen, die jahrzehntelang nur gelegentlich beschäftigt und schlecht bezahlt waren.

Die Gewerkschaften sprechen sich klar gegen die Abänderung der Hinterbliebenenrenten aus, die zum Großteil von Frauen bezogen werden. Schließlich erachten es die Rentnergewerkschaften als notwendig, die laufenden Renten abzusichern, indem zum einen die Steuerbelastung reduziert wird – sie zählt europaweit zu den höchsten – und zum anderen eine angemessene Inflationsanpassung für alle Renten wiederhergestellt wird.

19.05.2016

Credits foto: 
SGBCISL
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