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Sozialpolitik: die Gemeinden können!


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 „Kann Gemeinde Sozialpolitik?“, um diese Frage ging es bei der Delegiertentagung des SGBCISL-Bezirks Meran/Vinschgau, die am Freitag, 21. Oktober im Kolpinghaus Meran stattgefunden hat.

Die Veranstaltung war für die 70 anwesenden Tagungsteilnehmer auch Gelegenheit zu erörtern, wie die Gewerkschaft sich im Bereich der Sozialpolitik auf Gemeindeebene besser einbringen könne.

In den Referaten ist eine klare Antwort auf das Tagungsmotto gegeben worden: Die Gemeinden haben im übergeordneten Rahmen und der Vorgaben vonseiten des Staats und des Landes sehr wohl Spielraum im Bereich der Sozialpolitik, auch über die Bezirksgemeinschaften.

 Das Einstiegsreferat hielt der Direktor der Landesabteilung für Sozialwesen Luca Critelli. Er erläuterte den Rahmen für die Sozialpolitik in Südtirol und die Rolle der verschiedenen Akteure. Gemeinden könnten in bestimmten Bereichen einiges bewegen. Man müsse aber differenzieren. Die Gemeinden haben unterschiedliche finanzielle Möglichkeiten, verschiedene Prioritäten aber auch unterschiedlichste Problematiken und Herausforderungen zu meistern.

Dass Gemeinden sehr wohl sozialpolitische Gestaltungsmöglichkeiten haben, hat Bürgermeisterin Rosmarie Pamer am Beispiel ihrer Gemeinde St. Martin in Passeier aufgezeigt, wo im Bereich Wohnen, Gemeindetarife und Vereinbarkeit oder für Jugendliche, Senioren und Familien einiges geleistet worden sei. Gemeinden könnten auch dann etwas bewegen, wenn die finanziellen Möglichkeiten nicht allzu groß seien.

Olav Lutz, ehemaliger Gemeindereferent für Soziales in Lana, verwies auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit und des Dialogs zwischen Gemeindepolitik und den sozialen Verbänden – insbesondere der Gewerkschaften – auf Gemeindeebene. Viele Gemeinden seien offen für den Dialog, und es ist auch im Interesse der Bürger wenn die Gemeindeverwalter in ihrer Aufgabe unterstützt werden.

31.10.2016

Credits foto: 
SGBCISL

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