: Arbeitssicherheit

Bau: Gewerkschaften machen Druck für mehr Arbeitssicherheit

Die Baugewerkschaften setzen sich auf gesamtstaatlicher Ebene für mehr Arbeitssicherheit ein, mit einer Reihe von Vorschlägen und einer Kundgebung am Samstag 13. November in Rom. Gefordert werden konkrete Maßnahmen.

Italienweit passiert alle 48 Stunden ein tödlicher Arbeitsunfall am Bau... ein Massaker ohne Ende! Kaum zieht die Bautätigkeit wieder an, nehmen die Arbeitsunfälle überproportional zu. Das darf nicht sein. Es braucht endlich konkrete Fortschritte. Kein Unfall geschieht zufällig: Allzu oft werden Sicherheit, Vorbeugung und Ausbildung als Kostenfaktoren und Hindernisse betrachtet, auf die man verzichten kann. Es reicht! Den Worten und Versprechungen müssen endlich Taten folgen, so die gesamtstaatlichen Baugewerkschaften von CGIL, CISL und UIL.

Die gewerkschaftlichen Forderungen:

  • die Einstellung zusätzlicher Arbeitsinspektoren und eine außerordentliche Weiterbildungs- und Informationskampagne, an der auch die Regionen beteiligt sind;
  • die Einführung eines Punkte-Führerscheins im Bausektor - vorbildhafte Unternehmen sollten gefördert werden, während gegen jene, die wegen Arbeitsunfällen verurteilt wurden, Einschränkungen verhängt werden sollen, z.B. beim Zugang zu öffentlichen Aufträgen;
  • Umsetzung eines spezifischen außerordentlichen INAIL-Plans, um auf den Baustellen das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Arbeitssicherheit und Unfallvorbeugung zu stärken
  • Anwendung des Kollektivvertrags Bau auf alle Arbeiter auf der Baustelle, mit allen Schutzmaßnahmen, die dieser Vertrag in Bezug auf Ausbildung und Sicherheit vorsieht;
  • Vorgezogener Rentenantritt für Bauarbeiter und Arbeitnehmer mit beschwerlichen Tätigkeiten – „Arbeit ist nicht gleich Arbeit", im Baugewerbe ist die Lebenserwartung der Arbeitnehmer vergleichsweise niedrig, die Zahl an Unfällen und Berufskrankheitszahlen hingegen hoch.
  • Investitionen in Arbeitssicherheit über die Komitees auf Landesebene, Einführung eines Verzeichnisses der Sicherheitssprecher, Stärkung der Rolle der territorialen Sicherheitssprecher
  • Verpflichtender Einsatz von Technologien für Baustellenmaschinen mit automatischer Abschaltung im Fall einer Verletzungsgefahr.
  • Einführung eines spezifischen „erschwerenden Umstands“ im Falle einer Verurteilung des Unternehmens wegen eines tödlichen Arbeitsunfalls

 

Kundgebung der Bauarbeiter am 13. November in Rom

Link: das gesamtstaatliche Info-Flugblatt der Veranstaltung mit den Vorschlägen

 

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