Wir setzten angesichts des Wandels und der Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt auf Vertragsverhandlungen, so der SGBCISL in einer Pressemitteilung.
Heute startet in Florenz eine zweitägige Veranstaltungsreihe von Oxfam* Italia. Erörtert wird dabei die Frage der Ungleichheiten in verschiedenen Bereichen: Soziales, Bildung, Wirtschaft und Gesundheit. Ein Schwerpunkt betrifft die Ungleichheiten in der Arbeitswelt.
Die Pandemie hat bestehende Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt noch weiter verschärft und besonders die Schwächeren getroffen. „Wir sind gefordert, den Wandel im Interesse der Arbeitnehmer/-innen mitzugestalten, und setzen dabei vor allem auf Vertragsverhandlungen. Die Politik ist gefordert, günstige Rahmenbedingungen für diese Verhandlungen und allgemein für eine arbeitnehmerfreundlichere Entwicklung zu sorgen“, so die SGBCISL-Generalsekretäre Dieter Mayr und Donatella Califano.
„Kollektivverträge müssen stabile Beschäftigung, angemessene Löhne und soziale Absicherungen bringen. Gerade in Südtirol besteht, was die Zusatzverträge anbelangt, großer Nachholbedarf. Es ist höchst an der Zeit, neue Abkommen abzuschließen, die mehr Lohn und auch zusätzliche Wohlfahrtsleistungen bringen“, mahnen Mayr und Califano.
In der Verantwortung steht aber auch die Politik. „Sie kann Anreize schaffen für Betriebe, die Kollektivverträge und auch lokale Zusatzverträge voll einhalten oder neue betriebliche und territoriale Abkommen abschließen, die konkrete Verbesserungen für die Arbeitnehmer/-innen bringen.“ Solche Anreize können Beiträge, Steuererleichterungen und der Zugang zur Vergabe öffentlicher Aufträge sein.
Gegenüber der Politik will sich der SGBCISL zudem für mehr aktive Arbeitsmarktpolitik einsetzen, für Wiederbeschäftigungs- und auch Arbeitsvermittlungsmaßnahmen.
Pressemitteilung des SGBCISL vom 12.05.2022
12.05.2022
