Pressemitteilung des SGBCISL: Nicht das Grundeinkommen ist das Problem. Sozialpartner sollen gute Bedingungen schaffen, von Arbeitszeit bis zu den Entlohnungen.
Von Arbeitgeberverbänden ist öfters zu hören, dass das staatliche Grundeinkommen ein verstärkender Faktor für den Arbeitskräftemangel in vielen Bereichen sei. Sie stellen deshalb dessen Überarbeitung oder gar Abschaffung in den Raum.
„Diese Überlegung geht am Kern des Problems vorbei, nicht das Grundeinkommen ist das Hauptproblem, sondern vielmehr die insgesamt schwindende Attraktivität der Arbeitsplätze“, so die SGBCISL-Generalsekretäre Dieter Mayr und Donatella Califano.
Die große Herausforderung in vielen Branchen ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, von höheren Entlohnungen bis hin zu arbeitnehmerfreundlicheren Arbeitszeiten. Nur so können wir in Südtirol langfristig Arbeitskräfte binden und die Jugendlichen in Branchen bringen, in denen wir Fachkräfte brauchen.
Wir als Sozialpartner sind gefordert, gemeinsam zukunftsorientierte Lösungen zu finden, anstatt staatliche Sozialleistungen infrage zu stellen, die nicht Hauptursache eines Problems sind.
SGBCISL-Pressemitteilung vom 29.04.2022
29.04.2022
