: Arbeitsfreier Sonntag

Kein Tag wie jeder andere!

1.700 Jahre „Freier Sonntag“. Allianz sensibilisiert am heurigen 3. März wieder für die Eindämmung der einkaufsoffenen Sonn- und Feiertage der Geschäfte in Südtirol.

Der 3. März ist der internationale „Tag des freien Sonntags“. Dies, weil Kaiser Konstantin am 3. März 321, also vor genau 1.700 Jahren, per Edikt die erste staatliche Sonntagsschutzregelung eingeführt hat. In Südtirol erinnert die „Allianz für den freien Sonntag“ anlässlich des diesjährigen 3. März wieder an den Wert des Sonntags und die Wichtigkeit, die verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage einzudämmen. Dies auch und gerade trotz des Wandels in der Gesellschaft, in der Einkaufen am Sonntag alltäglich zu werden droht, ein Ausdruck modernen Konsumverhaltens und der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche.

Aus gewerkschaftlicher Sicht kann es orts- und jahreszeitenbedingt sehr wohl Ausnahmen für Sonntagsöffnungen geben, diese sollten aber Ausnahmen bleiben, und nicht die Regel sein, und in diesem Sinne auch von der Politik geregelt werden.

Folgende Argumente sprechen für weniger arbeitsfreie Sonn- und Feiertage im Handel:

  • Der arbeitsfreie Sonntag ist eine wichtige Pause im wöchentlichen Arbeitsrhythmus
  • Er bremst die Entwicklung hin zur Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft ein
  • Er bietet Gelegenheit für soziale und familiäre Kontakte
  • Dem Handel setzt die Konkurrenz aus dem Internet zwar stark zu, allerdings ist die Sonntagsöffnung keine geeignete Antwort. 
  • Sonntagsarbeit ist in bestimmten Branchen nötig (Gesundheitsversorgung, Sicherheit, öffentlicher Verkehr, Freizeitgestaltung etc.), Einkaufen am Sonntag ist aber kein Grundbedürfnis und kann deshalb eingeschränkt werden
  • Sonntags- und Feiertagsöffnungen kurbeln die Umsätze nicht an, diese werden lediglich verlagert
  • Arbeiten am Sonntag kann die Attraktivität der Arbeitsplätze im Handel schmälern (immer weniger Jugendliche entscheiden sich für den Beruf eines Verkäufers/einer Verkäuferin)

Die Allianz für den freien Sonntag setzt sich in Südtirol seit 2009 für den Wert und den Schutz des Sonntags ein. Auch der SGBCISL ist Teil dieser Initiative. Für die Gewerkschaften ist die Eindämmung der Sonn- und Feiertagsöffnungen wichtig für die Arbeits- und Lebensqualität der Beschäftigten im Handel.

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