Viele Teilnehmer, starkes Zeichen. „Es reicht nicht“, Großkundgebung in Bozen, die Menge fordert mehr Lohn und Maßnahmen angesichts der hohen Lebenshaltungskosten.
„Es reicht nicht“, unter diesem Motto haben die Südtiroler Gewerkschaftsbünde ASGB, AGB/CGIL, SGBCISL und UIL-SGK am 6. Juni am Magnago-Platz in Bozen eine Kundgebung abgehalten, um angesichts der massiven Preissteigerungen ihren Forderungen nach höheren Löhnen und mehr Kaufkraft Nachdruck zu verleihen. Dem Appell der Gewerkschaften sind Hunderte Arbeitnehmer, Rentner und Bürger aus dem ganzen Land gefolgt.
Steigende Preise; Lebenshaltungskosten, die deutlich höher sind als auf gesamtstaatlicher Ebene, bei Löhnen, die nicht angemessen sind, bei gleichzeitiger mangelnder bis fehlender Bereitschaft der Arbeitgeberverbände diese über kollektive Verhandlungen anzuheben, schwindende Attraktivität der Arbeitsplätze gerade für Jugendliche; diese und andere Problematiken haben die Gewerkschaftsvertreter vorgebracht, untermauert von den Wortmeldungen von Delegierten, die von ihrer Lebens- und Arbeitssituation berichtet haben.
Die heutige Kundgebung ist kein Schlusspunkt, sondern ein starkes Zeichen für höhere Löhne und die Stärkung der Kaufkraft, und der Einsatz für diese Ziele geht weiter, so die Botschaft in Richtung Arbeitgeberverbände und Politik.
Eine Delegation der Gewerkschaften hat im Rahmen der Kundgebung die Vertreter der Landtagsfraktionen getroffen und dabei die gewerkschaftlichen Forderungen vorgestellt.
Gefordert werden u.a. im Privatsektor ein fixes lokales Lohnelement von 150 Euro brutto in Vertragsbereichen, wo ein solches bisher noch nicht vorgesehen ist bzw. die Aufstockung auf 150 Euro wo in Zusatzverträgen bereits vorhanden; Unterstützung der Kollektivvertragsverhandlungen vonseiten der Politik; angemessene Geldmittel für die Vertragserneuerung 2022-2024 des öffentlichen Dienstes und allgemein die Anpassung von einkommensstützenden Leistungen an die Inflation.
