Pressemitteilung des SGBCISL: Endlich mehr Zusatzverträge für höhere Löhne.
In Bezug auf die heute veröffentlichte ASTAT-Studie zu den abhängig Beschäftigten und den Entlohnungen in der Privatwirtschaft in Südtirol, aus der eine sinkende Reallohnentwicklung im Zeitraum 2016-2021 und eine leichte Zunahme der Ungleichheit zwischen den Einkommensgruppen hervorgehen, ist es aus Sicht des SGBCISL unerlässlich, dass in Südtirol endlich mehr Zusatzverträge abgeschlossen werden.
„Die Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt verschärfen sich, viele kommen im Hochpreisland Südtirol mit ihrem Einkommen nicht über die Runden, die Preissteigerungen treffen besonders die Schwächeren. Es ist deshalb höchste Zeit, die zweite Verhandlungsebene in Südtirol weiterzubringen. Kollektivverträge müssen stabile Beschäftigung, soziale Absicherungen und vor allem höhere Löhne bringen. Gerade in Südtirol besteht, was die Zusatzverträge anbelangt, in vielen Sektoren großer Nachholbedarf. Es ist höchst an der Zeit, neue Abkommen abzuschließen, die territoriale Lohnerhöhungen vorsehen“, so SGBCISL-Generalsekretärin Donatella Califano. „Leider haben einige Arbeitgeberverbände bei den Treffen der letzten Wochen keine entsprechende Bereitschaft gezeigt,“ so Califano.
"Es ist höchst an der Zeit, neue Abkommen abzuschließen, die territoriale Lohnerhöhungen vorsehen"
Die Politik müsse ihrerseits die Verhandlungen fördern, indem sie Anreize schafft für jene Betriebe, welche die Kollektivverträge und die lokalen Zusatzverträge der repräsentativsten Gewerkschaften voll einhalten oder neue betriebliche und territoriale Abkommen abschließen, die konkrete Verbesserungen für die Arbeitnehmer/innen bringen, wie das zusätzliche lokale Lohnelement, das die Gewerkschaftsbünde im Juni bei der Großkundgebung gefordert haben. Solche Anreize können Beiträge, Steuererleichterungen oder der Zugang zu öffentlichen Aufträgen sein
