Der Ende 2022 ausgelaufene Kollektivvertrag Friseure und Schönheitspflege ist erneuert. Er bringt Lohnerhöhungen und arbeitsrechtliche Besserstellungen.
Die Sozialpartner haben am 22. Mai 2024 in Rom die Einigung zur Erneuerung des Kollektivvertrags Friseure und Schönheitspflege erzielt. Er betrifft italienweit über 140.000 Beschäftigte von Friseur- und Schönheitspflegesalons, Tattoo- und Piercingstudios sowie Wellnesszentren.
Das Abkommen mit Laufzeit 1. Jänner 2023 – 31. Dezember 2026 sieht eine stufenweise Erhöhung von insgesamt 183 Euro auf der 3. Lohnstufe in vier Raten vor:
- 70 Euro ab Mai 2024,
- 50 Euro ab Jänner 2025,
- 43 Euro ab Jänner 2026 und
- 20 Euro ab Oktober 2026.
Für die vertragslose Zeit gibt es eine einmalige Ausgleichszahlung von 80 Euro: mit dem Juni- und dem Juli-Lohnstreifen 2024 werden jeweils 40 Euro ausbezahlt.
Im arbeitsrechtlichen Teil betreffen die Neuerungen u.a. die Einstufung des Personals, die Regelung der befristeten Arbeitsverträge, die berufsspezialisierende Lehre, die Kündigungsfristen (20 Arbeitstage für die 1., 2. und 3. Lohnebene sowie 15 Tage für die 4. Lohnebene) und die Freistellungen für weibliche Gewaltopfer.
Die Fachgewerkschaften Filcams Cgil, Fisascat Cisl e Uiltucs zeigen sich zufrieden mit der erzielten Einigung, die bedeutende Lohnerhöhungen und einige Besserstellungen für die Beschäftigten bringt, welche nicht nur die Professionalität der Arbeitnehmer/innen, sondern den ganzen Sektor aufwerten. Der Einigung waren schwierige Verhandlungen und auch eine gewerkschaftliche Mobilisierung vorausgegangen
