Weiterbildung, Risikobewusstsein und Kontrollen als Schlüssel gegen Arbeitsunfälle. Eine Pressemitteilung des SGBCISL.
Die Arbeitsunfälle der letzten Tage haben die Frage der Arbeitssicherheit in Südtirol leider wieder in den Vordergrund gerückt. Im Vorjahr wurden in Südtirol knapp 14.000 Arbeitsunfälle verzeichnet, 13 davon tödlich.
Die Situation könnte sich infolge der Prekarisierung auf dem Arbeitsmarkt sogar noch verschärfen. Deshalb ist es unumgänglich, auf Unfallvorbeugung zu setzen: Schlüsselfaktoren zur Eindämmung der Arbeitsunfälle sind Weiterbildung, Kontrollen und Sanktionen sowie die Schärfung des Bewusstseins für die Gefahren an den Arbeitsplätzen, vor allem auch bei den Arbeitnehmer/-innen.
Die Risikobewertung der Unternehmen sowie das Bewusstsein und die Wahrnehmung der Gefahren vonseiten der Arbeitnehmer/-innen sind entscheidend. Das Unfallrisiko und die Folgen eines Unfalls werden auch von den Beschäftigten selbst oft unterschätzt. In diesem Zusammenhang sind Weiterbildung im Bereich Arbeitssicherheit und Sensibilisierung für die Gefahren an den Arbeitsplätzen von grundlegender Bedeutung. Hier kommt auch den Verhandlungen auf Betriebsebene und den bilateralen Einrichtungen eine wichtige Rolle zu.
Um Unfällen vorzubeugen sind zudem eine angemessene Zahl an Arbeitsinspektoren und Kontrollen notwendig. Das Land wird deshalb aufgefordert, die Effizienz der Inspektionstätigkeit zu steigern und das Arbeitsinspektorat mit ausreichend Personal auszustatten.
Pressemitteilung SGBCISL del 21.04.2022
21.04.2022
