Am 8. März haben die Vertragspartner in Turin den Sonder-Kollektivvertrag der Beschäftigten von Stellantis, Iveco, Cnhi und Ferrari erneuert. Die Einigung sieht für das Biennium eine 11,3%ige Anhebung der Mindestlöhne vor. Für das Jahr 2023 werden zudem eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie flexible Benefits von 200 Euro ausbezahlt.
Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren für den arbeitsrechtlichen Teil und von zwei Jahren für den wirtschaftlichen Teil.
Mit März 2023 werden die Mindestlöhne um 6,5% angehoben, was einer durchschnittlichen Lohnerhöhung von 119 Euro entspricht, und ab Jänner 2024 um 4,5% für 87,8 Euro mehr. Insgesamt werden die Mindestlöhne im Zweijahreszeitraum um 11,3% steigen, was über 200 Euro monatlich entspricht.
Weiters gibt es eine Una-tantum-Zahlung von 400 Euro, aufgeteilt in zwei Raten, eine von 200 Euro im April und eine zweite von 200 Euro im Juli 2023. Zudem stehen den Beschäftigten ab Mai 2023 flexible Benefits von 200 Euro netto zu, die über das Wohlfahrtsangebot von Cnhi, Iveco, Stellantis und Ferrari (Tankgutscheine) eingelöst werden können.
Dieses Verhandlungsergebnis ist einzigartig und sehr positiv und darf als Wegbereiter für andere Kollektivverträge gesehen werden.
In Südtirol betrifft die Vertragserneuerung die rund 800 Beschäftigten der Iveco DV in Bozen.
Insgesamt sind 70.000 Arbeitnehmer/innen betroffen, davon allein 47.000 von Stellantis.
Mehr dazu auf der Internetseite der gesamtstaatlichen FIM-CISL www.fim-cisl.it
Tabelle: Cnhi, Iveco, Ferrari: Anhebung Mindestlöhne ab März 2023. Nb. für Stellantis gibt es eine eigene Tabelle

